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Titelthema unser Hauszeitschrift „Die OLantis WELLE“
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„Halte jemandes Hand und fühle ihre Wärme. Gramm für Gramm wandelt sie 10.000 Mal mehr Energie um als die Sonne.“
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(Gottfried Schatz in ‚Jeff’s view on science and scientists’)
Oldenburg im Januar 2010. Klirrende Kälte fährt uns in die Knochen. Oder schlimmer noch: Es ist matschig, grau, dunkel und nasskalt. Und noch fast drei Monate bis Ostern. Bis Frühlingsbeginn. Der Winter macht in unseren Breiten wirklich keinen Spaß. Oder doch? „Vielleicht ist es gerade die fiese Kälte draußen, die uns erkennen läßt, wie wertvoll Wärme für unser Wohlbefinden ist“, sinniert Andrea K. Die 45jährige Journalistin wohnt nur einen Katzensprung vom Schlosspark entfernt. „Ich gehe ganz bewusst auch bei diesem Wetter ausgiebig an die frische Luft. Danach freue ich mich umso mehr auf die Geborgenheit und Wärme zu Hause und auf eine gute Tasse heißen Tee.“ Außerdem steht mindestens einmal in der Woche ein Besuch in der Sauna auf Andreas Terminplan. Damit tut sie nicht nur etwas für die eigene Gesundheit. Nach jüngsten Forschungsergebnissen schlägt sie damit instinktiv auch möglichen Winterdepressionen ein Schnippchen und holt sich ganz nebenbei die Kraft, ein „besserer Mensch“ zu sein.
Das jedenfalls legen einige Studien der amerikanischen Forscherteams um Lawrence Williams und John Bargh von den Universitäten in Boulder/ Colorado und Yale / Connecticut nahe. Es ist vermutlich kein Zufall, dass gerade diese beiden Professoren für Psychologie – und nicht etwa ihre Kollegen aus dem immer sonnigen Kalifornien – sich mit dem Wert von Wärme für das menschliche Miteinander befassten. Pünktlich zum Winterbeginn vor einem Jahr veröffentlichten sie ihre Forschungsergebnisse in der international renommierten Fachzeitschrift „Science“ und wurden im kältegeplagten Deutschland von der ZEIT bis zur „BILD der Frau“ in nahezu allen Medien zitiert. In Kürze zusammengefasst stellten Williams und Bargh fest, dass Menschen immer dann offener, vertrauensvoller und warmherziger auf ihre Mitmenschen zugehen, wenn sie kurz zuvor selbst physische Wärme erfahren haben. Wer Wärme gespürt hat, teilt außerdem lieber mit anderen.
Im ersten Teil der Studie sollten die Versuchspersonen angeblich die Charaktereigenschaften einer fiktiven Person einschätzen. Das eigentlich Wichtige spielte sich jedoch bereits auf dem Weg zum Versuchslabor ab: Die Assistentin, die sie begleitete, bat sie im Fahrstuhl kurz ihren Kaffee-Becher zu halten, damit sie etwas notieren könne. Die eine Hälfte der Versuchspersonen bekam einen spürbar warmen Kaffeebecher zu halten, die andere Hälfte einen kalten. Die Gruppe mit dem warmen Becher beurteilte anschließend die fiktive Person durchgehend positiver als die andere Gruppe.
Im zweiten Teil der Studie glaubten die Probanden, die Produkteigenschaften einer Heiß-Kalt-Kompresse zu testen. Diesmal fand jedoch der eigentlich spannende Teil erst im Anschluss statt: Die Versuchspersonen durften sich nämlich anschließend eine Belohnung aussuchen: Entweder ein kleines Präsent für sie selbst oder ein gleichwertiges Mitbringsel für einen Freund oder die Lieben daheim. 54 Prozent derer, die zuvor eine warme Kompresse zu Testzwecken in der Hand gehalten hatten, wollten ihren Lieben etwas mitbringen. Dagegen wählten drei Viertel der Gruppe mit den kalten Kompressen die Belohnung für sich selbst. „Offensichtlich beeinflusst die physikalische Temperatur nicht nur unser Urteil über andere Menschen, sondern auch unser eigenes Verhalten“, fasst John Bargh zusammen. „Physikalische Wärme macht uns selbst auch wärmer.“
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„In einem herzlichen Satz ist genügend Wärme für drei Winter“
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(Laotse)
Aktuelle neurobiologische Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang: Die Wahrnehmung von physischer und psychischer Wärme – und natürlich auch von Kälte – ist in ein und derselben Hirnregion lokalisiert. Im so genannten Insularen Cortex (Inselrinde) nämlich, der etwa die Größe einer 2-Euro-Münze hat. Wahrscheinlich entsteht diese Wahrnehmungs-Verknüpfung im frühen Babyalter: Kinder erfahren Wärme und zugleich menschliches Aufgehobensein, wenn die Mutter sie im Arm hält. Auch später erleben sie Wärme daher als etwas Positives, das Sicherheit und Vertrauen schafft.
Aber im Grunde wissen wir das ja längst. Nicht von ungefähr spricht der Volksmund schon immer von „Herzenswärme“, empfinden wir „warme“ Farben als angenehm, assoziieren wir Wärme mit Bewegung, Energie und Leben, wird Wärme schon seit Jahrtausenden zu Heilzwecken eingesetzt.
Fast gleichzeitig mit ihren Kollegen aus Boulder und Yale veröffentlichten die kanadischen Psychologen Chenbo Zhong und Geoffrey Leonardelli von der University of Toronto eine Studie, nach der Einsamkeit und Frustration die Wahrnehmung der Außentemperatur beeinflussen: Wer sich sozial isoliert oder gedemütigt fühlt, schätzt die Umgebungstemperatur um bis zu fünf Grad kälter ein, als jemand, der mit sich und der Welt in Einklang steht.
„Spannend wäre jetzt die Frage, ob auch der Umkehrschluss gilt“, meint die angehende Medizin-Studentin Lea Y. „Ob man also mit gezielter Wärme das Gefühl von Einsamkeit lindern kann.“ Möglich wär’s. Zumindest fanden die Psychologen aus Toronto in einem weiteren Versuch heraus, dass sich die Menschen nach einem frustrierenden Erlebnis instinktiv nach einer heißen Suppe oder Ähnlichem sehnen. Andrea K. greift diesen Gedanken auf. „Das ist ja im Grunde genau das, was man zum Beispiel bei Winterdepressionen erlebt: Dieses verzweifelte Gefühl, dass man ganz allein ist, dass niemand einen versteht, und dass man zu niemandem gehen kann, um sich Trost zu holen. – Vielleicht haben Winterdepressionen ja nicht nur mit Licht, sondern auch mit Wärme zu tun. Wäre es nicht toll, wenn wir einfach nur eine heiße Suppe essen oder in die Sauna gehen müssten, um wieder glücklich zu sein?“
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Wärme physikalisch
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Auch naturwissenschaftliche Laien denken beim Stichwort Wärme spontan an Bewegung, Energie und Leben.
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Beim Stichwort Kälte hingegen an Erstarrung. Tatsächlich wird Wärme exakt so physikalisch definiert: Wärme entsteht durch die so genannte Bronwnsche Molekularbewegung, also die Bewegung der kleinsten Teilchen in einem Stoff. Jeder Stoff, ob flüssig, fest oder gasförmig, besteht aus kleinsten Teilchen, auch die Luft, die uns umgibt, der Kaffee in der Tasse vor uns und die Seiten dieser Zeitung. Je wärmer er ist, desto schneller und weiträumiger bewegen sich die Teilchen. Physikalisch gesehen messen wir mit der Temperatur also die Bewegungsenergie der kleinsten Teilchen.
Die in der Physik gebräuchliche Maßeinheit Kelvin trägt dem Rechnung. Bei 0 Grad Kelvin ist auch die Molekularbewegung gleich Null. Das bedeutet absolute Erstarrung. Dieser absolute Nullpunkt ist die niedrigste Temperatur die theoretisch denkbar ist. Sie entspricht minus 273,15 Grad Celsius und kommt im wirklichen Leben nicht vor. Den absoluten Stillstand gibt es selbst in den unendlichen Weiten des Weltraums nicht.
Deshalb verwenden wir im Alltag die Temperaturskala Celsius, die sich am Gefrierpunkt (0 Grad Celsius) und am Siedepunkt (100 Grad Celsius) von Wasser bei normalem Luftdruck (1013 mbar) orientiert
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Gesunde Wärme
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Seit Jahrtausenden schätzen Menschen unterschiedlichster Kulturen die Wärme
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oder Schwitzhütten als wertvollen Beitrag für ihr Wohlbefinden. Saunieren ist gut für die Haut, für Herz und Kreislauf, für den Stoffwechsel und steigert die Abwehrkräfte. Die Sauna begünstigt die Heilungsvorgänge bei Muskelverspannungen und Verletzungen und reguliert den Hormonhaushalt. Das stärkt die Denkkraft und hebt die Stimmung.
Sauna hilft gegen trockene Haut Beim Schwitzen in der Sauna dringt das Wasser bis in die Hornschicht und in die tieferen Gewebe. Die Haut wird sozusagen „von innen“ durchfeuchtet, Juckreiz wird gelindert.
Sauna gegen Asthma Sauna fördert die Durchblutung, erwärmt die Lungen und regt die Produktion körpereigener Hormone an. Dadurch entspannt sich die Atemmuskulatur. So können auch Asthmatiker frei durchatmen.
Schwitzvergnügen für Senioren Genießen Sie die Sauna 50 + jeden Montag und Freitag. Ab 8.30 Uhr beginnt der Vormittag mit einer Wassergymnastik. Von 9.00 - 12.00 Uhr kann dann anschließend die Sauna genutzt werden. Ein Neueinstieg ins Saunaleben lohnt sich in jedem Lebensalter. Schwitzen regt den Kreislauf an, pflegt die Haut und lindert Altersbeschwerden, wie Hexenschuss, Gelenkbeschwerden und Hormonschwankungen.
Familiensauna Auch bei Kindern wirken Saunabesuche vorbeugend gegen Allergien und zum Beispiel bei chronischer Bronchitis, Pseudokrupp, Schlafstörungen und Schulstress. Die Familiensauna im OLantis bietet jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr Ruhe und Entspannung bei gemäßigten Sauna-Temperaturen (70 °) auch für die Kleinsten. Dazu Bewegungsübungen unter Anleitung im Lehrschwimmbecken.
Saunagenuss für Einsteiger Wissenswertes für den richtigen Saunagenuss lernt man am besten by doing. Von März bis September öffnen wir deshalb unsere Sauna-Schule für Einsteiger.
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28 - 33° C Wassertemperatur 34° C Lufttemperatur
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• Langeoog 2012
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Es geht wieder auf die Insel!
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